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Die Leica DC 480 ist eine 1-Chip-Kamera mit hoher Auflösung und guter Farbmetrik. Sie besitzt einen CCD Chip mit 2588x1960 Pixeln, das sind je 1,26 Mio. rote und blaue Pixel und 2,54 Mio. grüne Pixel.

Leica DC480

  • Durch die hohe native Pixelzahl erzeugt die Kamera Bilder mit gutem Detailreichtum.
  • Aus den Rohdaten wird jedes 4. Pixel dargestellt und erzeugt damit ein Vorschaubild mit reduzierter Auflösung.
  • Scharfstellen mit dem Schärfeindikator, erfordert einige Übung.

 

 

Leica Steuerung

Vor der Bildaufnahme kann die Kamera in verschiedenen Parametern gesteuert werden, z.B.

  • Bildhelligkeit, Weißabgleich, Bild Schärfen
  • Bildgröße, Bild drehen, Anzeige von Schärfe und Farbbalance

Anwendungsbereiche

  • Digitale 1-Chip Kameras eignen sich als Ersatz für die konventionelle Mikrofotografie.
  • Gut geeignet für lichtstarke Standbild Studioaufnahmen.

Leica DC300

  • 1-Chip Kamera, non-progressiver CCD mit 2080 x 1542 Pixel, RGB Bayer Filter
  • Kein live Vollbild, kleines Vorschaubild

Leica DC300 F / DC300 FX

  • 1-Chip Kamera mit, progressiver CCD mit 1300 x 1030 Pixel bzw. 1390 x 1040 Pixel RGB Bayer Filter, Interpoliert 1,3 MegaByte
  • Kein live Vollbild, kleines Vorschaubild
  • Peltier Kühlung bis 18°C, Fluoreszenz geeignet.

In der DC-300F bzw. DC300 FX befindet sich ein CCD-Chip, der progressiv ausgelesen wird, daher benötigt die Kamera keinen Verschluss und ist für bewegte Objekte wie auch für Fluoreszenz geeignet. Mit der Peltier Kühlung wird die Kamera bis 18°C gekühlt. Die Praxis zeigt, dass Belichtungen bis 8 Sekunden sinnvoll sind.

Leica DC500

  • 1-Chip Kamera . CCD Sony ICX085 progressive
  • 1300 x 1030 Pixel, RGB Bayer Filter
  • Interpoliert 1,3 MegaByte Pixel
  • Kein live Vollbild, kleines Vorschaubild
  • Peltier Kühlung bis 18°C, Fluoreszenz geeignet.
  • Pixel-Shift-Technologie
Leica DC 500

Diese Kamera von Leica hat eine technische Erweiterung, die sich bereits bei digitalen Studiokameras für Still-Aufnahmen bewährt hat:

  • Der Sensor kann mit einer Mikromechanik mehrfach um ein Pixel oder Subpixel verschoben werden. Jedesmal wird eine Aufnahme gemacht.
  • So wird die Farbinformation jedes Bildpunktes aufgenommen. Da jeder Punkt in seinem Rot-, Grün- und Blauanteil gemessen wurde, sind Interpolationen nicht nötig.
  • Nachteil: Man benötigt die 3- bis 4-fache Aufnahmezeit.
    1-Shot Mode -> 1300 x 1030 Pixel interpoliert
    4-Shot Mode -> 1300 x 1030 Pixel ohne Interpolation
    16-Shot Mode -> 2600 x 2060 Pixel ohne Interpolation
    36-Shot Mode -> 3900 x 3090 Pixel ohne Interpolation

Schon im 16-Shot Mode, also mit 16 Aufnahmen, wird ein Oversampling erzeugt. Da die CCD Elemente mit Mikrolinsen versehen sind, werden keine wirklichen neuen Bildpunkte aufgenommen. Die Bilder wirken jedoch etwas glatter, da ein feinerer Übergang zwischen den Pixeln erzeugt wird, wie durch bikubische Interpolation.

Farberzeugung bei 1-Chip Kameras

  • Digitale 1-Chip-Kameras benötigen zur Farbtrennung das Bayer-Filter, das auf dem Chip aufgebracht ist. Hierbei wechseln sich rot+grün, sowie blau+grün empfindliche Pixel ab.
  • D.h. in jedem Viererblock von Pixeln ist ein Pixel nur für den Rotanteil des Lichts empfindlich, ein weiteres Pixel für den Blauanteil und zwei Pixel für den grünen Anteil.
  • Die Pixelanzahl für den grünen Anteil des Lichts ist höher, angepasst an die spektrale Empfindlichkeit des menschlichen Auges.
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  • Das farbliche Auflösungsvermögen in Rot und Blau ist niedriger als bei einer 3-Chip Kamera, da nur ein Viertel der Sensorfläche rot und blau empfindlich ist.
  • 1/4 der Pixel sammeln rote Farbinformation, 1/4 der Pixel blau und 1/2 der Pixel grün.
  • Um die echte Farbe eines einzelnen Bildpunktes zu bestimmen, wird sie aus seinen Nachbarpixeln interpoliert: "Ich bin ein stark blau gefärbtes Pixel, meine Nachbarn sind stark rot und grün gefärbt, also bin ich weiß!"

Technologie der Leica DC-Kameras (DC300):

In der Kamera befindet sich im wesentlichen nur der CCD-Chip zur Bildaufnahme und der A/D-Wandler, der die Bilddaten von einem analogen zu einem digitalen Signal gewandelt. Diese Rohdaten werden an den PC und dort von einer digitale Eingangskarte (Digital Link) empfangen. Die Software im PC erzeugt durch Interpolation das RGB-Bild und führt die Korrekturen für Gamma, Schärfe und Weißwert aus. Dieses Software-Bildprocessing im PC ist langsamer als ein Hardware-Processing in der Kamera.

Das fertige Farbbild wird an die Grafik-Karte übertragen, die das Bild zur Anzeige auf den Monitor bringt. Von der Bildaufnahme bis zum Anzeigen eines Bildes vergehen zwischen 1 und 4 Sekunden. Daher haben die DC-Kameras nur ein kleines Vorschaubild.

Schaltbild Kameras mit diesem Konzept erzeugen kein live Vollbild, sondern ein Vorschaubild in reduzierter Auflösung mit etwa 20% der Bildpunkte.

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